Imperiale Überforderung

Donald Trump ist das Ergebnis dieser imperialen Überforderung, das Ergebnis unsinniger und irrwitzig teurer Kriege, die nicht nur mit den Opfern auf den Schlacht­feldern und mit den Dollars aus dem amerikanischen Staatshaushalt bezahlt werden mussten, sondern auch mit dem Niedergang der amerikanischen Mittel­schicht. Hinzu kam noch die Finanzkrise von 2008.

Diese unipolare Ordnung mit der alleinigen Supermacht USA sollte sich historisch als eine äußerst kurzfristige Illusion erweisen, die in den Sümpfen und Wüsten des Zweistromlandes ihr schnelles Ende fand.

—Joschka Fischer, Wilkommen im 21. Jahrhundert, (Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2020), 51‑52.

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