Was soll aus uns noch werden

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I and my loquacious smugness have been roundly taken to task.


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Are you now, or have you ever been, a Sekt drinker?

Spiegel:

Sekttrinken in Kiew: Nancy Faeser, Anka Feldhusen, Vitali Klitschko und Hubertus Heil Foto: Christophe Gateau / dpa

Bundesinnenministerin Nancy Faeser bereut eigenen Angaben zufolge eine Szene von ihrer Reise in die ukrainische Hauptstadt Kiew Ende Juli. Fotos und Videos zeigten die SPD-Politikerin mit ihrem Parteikollegen, dem Arbeitsminister Hubertus Heil, Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und der deutschen Botschafterin Anka Feldhusen auf dem Balkon der Residenz der Botschafterin. Die vier halten Sektgläser in ihren Händen, teils lachen sie in die Kameras von Journalisten.

Nun wurde Faeser bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland mit einem dieser Bilder konfrontiert. »Das Foto bereue ich«, sagte sie dazu. Es sei »sicherlich nicht angemessen« gewesen.

Die Innenministerin wurde bei der Veranstaltung am Dienstagabend in Potsdam auch gefragt, ob Russlands Präsident Wladimir Putin für sie ein Kriegsverbrecher sei. Faeser antwortete mit einem klaren Ja. »Das unterliegt natürlich erst mal der Beweissicherung und dem rechtsstaatlichen Verfahren«, erklärte sie weiter. Aber angesichts des Leides, das Putin in der Ukraine angerichtet habe, werde man ihn wohl als Kriegsverbrecher bezeichnen können.

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Als ich in ihrer Wohnung in der Zelterstraße aufkreuzte, nahe dem S-Bahnhof Prenzlauer Allee, und meine Lieder sang, hörte ein Mädchen zu, die hübsche Nina mit kullernden Tollkirschaugen. Sie schätze den neuen Kerl ihrer Mutter ab. Und plötzlich kreischte das kleine Monster mir mitten ins Lied: »Du sollst meinen Walter Ulbricht nicht ärgern!!!« Das war so exaltiert, wie Nina immer war und blieb. Sie war zehn Jahre alt, ein braver Junger Pionier. Sie fuhr mit ihrer berühmten Mama im weißen offenen Škoda-Flitzer zu Stippbesuchen ins Ghetto der SED-Elite, in das strengstens bewachte Wandlitz im Norden von Ost-Berlin.

—Wolf Biermann, »Warte nicht auf bessre Zeiten!«, (Berlin: Ullstein Buchverlage GmbH, 2016), 185.

Wikipedia:

Tal der Ahnungslosen war ein sarkastischer DDR-Ausdruck für Gebiete, in denen Westfernsehen und –UKW-Rundfunk nur schwer zu empfangen waren. Konkret galt das für den Raum um Greifswald im Nordosten der DDR und den Bezirk Dresden, in denen der Empfang nur mit großem Aufwand terrestrisch erfolgen konnte.

Die Bewohner dieser Gebiete galten in der DDR als schlecht informiert, weil sie nur über Informationen der Lang-Mittel- und Kurzwellen­sender sowie der zensierten DDR-Medien verfügen konnten. Ihre Zahl machte etwa 15 % der Bevölkerung der DDR aus.

Ω Ω Ω

Eine Studie (Kern und Hainmueller, 2009)[1] kam durch Auswertung von Unterlagen der DDR-Staatssicherheit zu dem Ergebnis, dass die Bevölkerung in den Gebieten ohne Empfang des Westfernsehens und -rundfunks weniger zufrieden mit dem politischen System war als in Gebieten mit diesen Medien, was sich unter anderem in einer höheren Zahl von Ausreise­anträgen niederschlug. Die Autoren führen dies darauf zurück, dass die westlichen Medien vor allem als Unterhaltungs­quelle genutzt wurden (medialer Eskapismus), nicht aber, um das DDR-Regime zu hinterfragen. Die virtuelle Emigration senkte offenbar den Leidensdruck und stabilisierte dadurch das SED-Regime.[2] Eine andere Hypothese besagt, dass die Unzufriedenheit die Folge eines wegen Mangels an verlässlichen Nachrichten idealisierten BRD-Bildes war. Kern und Hainmueller finden dafür ebenfalls Evidenz, die jedoch keine statistische Signifikanz erreicht, sodass sie zu dem Schluss kommen, das Phänomen sei hauptsächlich auf den Unterhaltungswert des Westfernsehens zurückzuführen.

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And more insight from America’s newspaper of record

Isabelle Khurshudyan:


KYIV, Ukraine — The way to stop Russia from annexing any more of Ukraine’s territory, President Volodymyr Zelensky said Monday, is for Western countries to announce that they would ban all Russian citizens in response.

In a wide-ranging interview with The Washington Post, Zelensky said that “the most important sanctions are to close the borders — because the Russians are taking away someone else’s land.” He said Russians should “live in their own world until they change their philosophy.”

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Thoughts on the future of American politics and all that, from a US newspaper of record

Jonathan Capehart:


Opinion | Liz Cheney is the Obi-Wan to Trump’s Darth Vader

Star Wars fans, remember that scene in “Episode IV: A New Hope” when Jedi master Obi-Wan Kenobi and Sith lord Darth Vader are light-sabering it out on the Death Star? Kenobi and Vader are monologuing over the crackle of their clashing weapons when Kenobi declares, “If you strike me down, I shall become more powerful than you can possibly imagine.” Then, in an act of self-sacrifice he hopes will hasten the destruction of the evil Empire, Kenobi allows Vader to do just that.

A version of this battle is playing out in real life with Rep. Liz Cheney (R-Wyo.) as Kenobi and former president Donald Trump as Vader. Now, I realize that Cheney’s father, former vice president Dick Cheney, has traditionally been known as Darth Vader, what with the Iraq War and “enhanced interrogation” techniques and all that. But work with me, people.

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Sonst ist alles verloren

Wer so wenig Macht hat, darf den Mut nicht verlieren, sonst ist alles verloren.

Ω Ω Ω

Man geht im Streit der Welt nicht nur an den Schlägen kaputt, die man einsteckt, sondern mehr noch an den Schlägen die man leider nicht austeilt.

—Wolf Biermann, »Warte nicht auf bessre Zeiten!«, (Berlin: Ullstein Buchverlage GmbH, 2016), 177-178.

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Hiroshima Day 2022

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The Scary Thing

Mikhail Kirilyuk, belsat.eu:

From this point of view, the fighters in the Warsaw Uprising are losers. They lost, they were killed, defeated, and they left the country. They did not account for the betrayal of the Russian army (and by the critics’ logic, they probably should have foreseen it). Their descendants won only more than half a century later.

It is not scary to lose. The scary thing is to be in the ranks of the Soviet army, silently watching from the other side of the river as the fascists slaughter the insurgents, mocking them simultaneously: “Well, where’s your plan? Why didn’t you have a plan?”

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